Donnerstag, 30. November 2006

Heizkörper


Vor zwei Stunden habe ich meine Chemieklausur sehr zu meinen Ungunsten bearbeitet. Und nicht erst, als ich mein Papier abgab, merkte ich, dass es wohl angemessen wäre, mehr Zeit mit Schulischem zu verbringen, als sinnlose und langweilige Blogeinträge zu schreiben. Vor allem, da diese niemand liest, meine Klausuren dagegen schon. Allerdings bin ich immer noch nicht ganz sicher, wieso sich Menschen das antun. Ich meine, es gibt kaum langweiligere Schriftstücke als Schülerarbeiten, von Kabale und Liebe mal abgesehen - dagegen ist auch Adrians Blog richtig spannend. Aber was solls; ich würde es nicht tun. Niemals. Höchstens für Geld. Moment - manche Menschen bekommen dafür Geld. Ich glaube, für diese Minderheit gibt es sogar einen Fachbegriff. Wie war das doch gleich... Krankenpfleger? Nein, kann nicht sein. Pfadfinder? Schon eher. Jetzt weiß ich wieder: Lehrer. Eigentlich nette Leute, einige zumindest. Ich kenn ganz tolle. Und ganz doofe. Aber selbst die müssen zugeben, dass es ihnen keinen Spaß macht, Arbeiten zu korrigieren. Obwohl sie Geld dafür bekommen. Nicht ganz unverständlich. Denn Geld kann man auch ganz anders verdienen. Mit dem Erzählen von Märchen zum Beispiel. Nur bei mir klappts irgendwie nicht, oder hat mich schon jemand für meine Erzählkunst in diesem Blog bezahlt? Schade. Immerhin weiß ich, woran das liegt: Das Ganze hier ist nicht halb so spannend wie ein Schüleraufsatz. Aber das macht ja nichts. Mir zumindest nicht.
Liebe Grüße,
eure Caro

Dienstag, 28. November 2006

Ho ho ho


Na gut, nachdem mein letzter Beitrag wohl doch eher eine Beleidigung für die Fähigkeit des Lesens war, kommt nun ein neuer; für eventuelle Spätfolgen wie Augenkrebs übernehmne ich allerdings auch diesmal keine Haftung.
Bald ist Weihnachten. Freut ihr euch drauf? Ich nicht. Schon seit August. Denn alle eigentlich leckeren Süßigkeiten, die man normalerweise in der schönen Weihanchtszeit genießen darf, stehen schon seit drei Monaten in den Läden. Wenn man trotzdem selbst im Dezember manchmal noch Lust auf einen Lebkuchen hat, sollte man diesen entweder schon im Sommer besorgt und eingefroren haben, oder darf sich mit der etwas trockeneren Variante zufrieden geben, mit der man immerhin fröhlich ihren Mindeshaltbarkeitsdatumstag feiern kann. Manch einer denkt sich: Gut, dann verzichte ich eben auf Dominosteine, Schmunzelnikoläuse etc, ich backe mir selbst meine Leckereien zum Weihnachtstee. Normale Plätzchen reichen natürlich nicht, Zimtsterne müssten es schon sein. Aber diese allseits beliebten Backwaren verbergen ein dunkles Geheimnis: handelsüblicher Zimt enthält mehr Cumarin, als gesund ist. Ein Erwachsener sollte höchstens 20 Zimtsterne am Tag essen, sonst steigt das Risiko eines gut heilbaren Leberschadens. Und einer unglaublich seröisen Berechnung des Focus zufolge würde jeder an Krebs sterben, der 300 Jahre lang täglich ein oder zwei Zimtsterne isst. Beängstigend? Allerdings. Ich sollte mich wohl ein bisschen einschränken. Andererseits - ich bin selbst Sternzeichen Krebs, mir kann also nichts passieren. Grillfleisch und Brot vom Rost sind schließlich nicht halb so lecker, wenn man das Schwarze abkratzt, und Schokobananen schmecken auch nur mit einer Prise Aschestaub und Kohlestückchen. Da soll mir das Cumarin auch egal sein. Aber eigentlich... gibt es deutlich besseres Gebäck als Zimtsterne. Was solls also.
Liebe Grüße,
eure Caro

Sonntag, 26. November 2006

Der Fuchs weiß mehr als ein Loch


Es gibt einen Tobias irgendwas, der in Bayern geboren wurde, der Eishockeyspieler war und den ich nicht kenne. Ein Verkehrsgeschäft liegt vor, wenn die Vertragspartner unter Zugrundelegung wirtschaflicher Betrachtungsweisen einen Rechtssubjektswechsel anstreben. Aloe plicatilis ist eine Pflanzenart aus der Familie der Affodillgewächse, und Enyo die Göttin des blutigen Nahkampfes in der griechischen Mythologie. Wusstet ihr, dass am 33. Eurovision Contest 1988 in Dublin Vertreter aus 21 Ländern teilnahmen? Außerdem ähnelt die Wirkungsweise der Lektine oftmals denen der Antibiotika, was oft dazu führt, dass Megaherbivoren wie Mammut, Wollnashorn und Riesenhirsch aussterben. Ein dänisches Sprichwort lautet: Der Esel behält seine Ohren, wenn er auch griechische Disteln frisst. Die brititsche Rockband Ned's Atomic Dustbin feierte keine großen Erfolge als sie mit den türkischen Streitkräften einließ, und Tyholttarnet ist die Bezeichnung eine 124 Meter hohen Fernsehturmes in Stahlbetonbauweise in Trondheim, Norwegen. 24 Gramm Jellybellys bei Hussel kosten 55 Cent, man sollte sich also überlegen, ob man lieber einen Brief schreibt und mit dem Geld einem Menschen eine Freude macht. Allerdings konnte sich das preußische Dreimännderkollgium dazu nicht aufraffen, und investierte stattdessen in die Gefechte bei Tauberbischofsheim im Jahre 1866. AugustaWestland, der italienische Helikopterhersteller, hatte nichts mit selbigen zu tun. Aber der Notausgang ist der Ausgang aus einem Gebäude, der in Notfällen benutzt werden soll. Im Dorf Hufen im Stadtgebiet der Stadt Waldbröl im südlichen Nordrhein-Westfalen dagegen waren Öllampen über Jahrtausende hinweg die wichtigste unnatürliche Lichtquelle. Die Gewürzgurken weisen dabei aber erhebliche regionale Unterschiede auf; man kann nie wissen, ob die 1. Panzerdivision ihren Stab in Hannover aufgeben wird. Bei der ugandischen Fußballnationalmannschaft dagegen ist gewiss, dass sie nicht autöcisch wachsen wird wie manche Pilzarten.
Und ich bin scheinbar eher doof, Wikipedia und die Funktion "Zufällige Artikel" großartig, und ihr tut mir gar nicht leid, wenn ihr blöd genug gewesen seid, bis hier zu lesen. Aber macht ja nichts, ich hatte meinen Spaß dabei.
Liebe Grüße,
eure Caro

Samstag, 18. November 2006

Ode an den Yilmaz

Yilmaz schöner Pizzabote
Abendlicher liebster Gast
Rettet uns vom Mensabrote
Goldstück unsrer Abendrast
Deine Pizzen binden wieder
Was der Hunger streng geteilt
Alle Schüler werden Brüder
Wo Dein blaues Auto weilt

Yilmaz heißt die starke Feder
Ohne Dich wärn viele tot
Yilmaz, Yilmaz treibt die Räder
Bringt uns unser Abendbrot
Abgemagert, halb verhungert
Deiner sehnend warten wir
Auf dem Hofe rumgelungert -
Aber wir vergeben Dir

Wem der große Wurf gelungen
Unsres Yilmaz' Freund zu sein
Wer sich Döner hat errungen
Mische seinen Jubel ein
Ja wer auch nur ein Stück Pizza
Sein nennt auf dem Erdenrund
Und wers nie gekonnt, der stehle
Weinend sich zu Pizza Pavone

Mittwoch, 15. November 2006

000


Habt ihr schon mal versucht, einen möglichst sinnlosen Satz mit 26 Wörtern zu formulieren, in dem jedes Wort mit einem anderen Buchstaben des Alphabets in der richtigen Reihenfolge beginnt? Macht viel Spaß, wenn man nichts anderes zu tun hat oder haben möchte. Hier kommen ein paar Voschläge von mir; vielleicht fällt euch ja was besseres ein (?).

Als beide coolen Dackel ein Feuer gemacht hatten, in jenem kleine Lampen mit Nudeln oder Pfeffer quer rösteten, schlugen taube Uhus vorn wieder x-mal Yaks zusammen.
Alle blauen Camemberts dürfen für großes Humankapital Ingwerhonig, jedoch kein Lagerbier mit Natrium oder Popcorn qualifiziert reproduzieren, sondern Tartar und viel Worcestershiresauce (= xenonleuchtende Yilmazpizza) zubereiten.Alt bewährten Comics darf ebenso Frau Gieshübler heute in jedem Kurzwarenladen Lehrern, Müttern, Nonnen oder Päpsten, Querulanten, Regierungschefs, Satanisten, Tattergreisen undundund verkaufen, wobei Xantener Yoga zieht.

Jetzt dürft ihr.
Vielleicht seid ihr besser.
Liebe Grüße,
eure Caro

Samstag, 11. November 2006

90 Minuten

Blöde Wege, 90 Minuten zu verschwenden:

Deutschunterricht Englischunterricht
Deutschunterricht
Englischunterricht
Deutschunterricht
Englischunterricht
Deutschunterricht
Englischunterricht

Bessere Wege, 90 Minuten zu verwenden:
schlafen
essen
in der Nase bohren
Bachchoräle singen
kitzeln und gekitzelt werden
sinnlos malen
rumsitzen
die Wand anstarren
Nudeln in Buchstabensuppe zählen
einkaufen
sich verstecken
nichts tun
konversation betreiben

Mittwoch, 8. November 2006

Ein Märchen


Es lebte einmal vor langer, langer Zeit in einem weit entfernten Land eine wunderschöne Prinzessin. Die wunderschöne Prinzessin war sehr glücklich, wurde von ihrem Volk geliebt und von ihrem Vater, dem König, verwöhnt. Eines Tages kam ein junger Königssohn aus einem benachbarten Königreich in das Schloss des Königs, um um die Hand der wunderschönen Prinzessin anzuhalten. Der alte König war sehr froh darüber, seine Tochter mit einem Prinzen vermählen zu können, und stimmte der Hochzeit zu. Es wurde ein rauschendes Fest gefeiert, und der junge Königssohn nahm wie wunderschöne Prinzessin mit auf sein Schloss. Die beiden führten ein angenehmes Leben auf dem schönen Schloss des Prinzen, bekamen viele Kinder und lebten glücklich und zufrieden - doch dann kam der böse Rudi und fraß sie alle auf.

Was ich mit diesem kleinen Einblick in die Welt der Reichen und Schönen zeigen will: Das Böse ist überall. Der Rudi ist zwar nicht wirklich böse, aber er ist auch überall. Da muss es also einen Zusammenhang geben, davon bin ich überzeugt. Also, seid auf der Hut, und fürchtet das blutrünstige Killerkarnickel - denn das ist auch sehr, sehr gefährlich.
Liebe Grüße,
eure Caro

Sonntag, 5. November 2006

Schlechte Welt


Ich finde das nicht richtig. Dass solche Dinge die Welt regeln sollen, wo kommen wir denn da hin. Und überhaupt, da verstehe ich keinen Spaß. Können die da denn nicht einmal die Klappe halten? Oder wenigstens? Das geht doch nicht. Und immer auf die kleinen Dicken, oder auf Stefan. Wobei daran ja prinzipiell nichts falsch ist. Aber trotzdem. Das Schlimmste ist allerdings: Niemand stört sich daran, und das ist der springende Punkt. Denn wenn jeder wenigstens einmal auf die Straße gehen würde, ginge es mir und der Welt besser. Aber nein - bequem sind die Menschen geworden, und ich erst. Zufrieden kann man damit aber doch nicht sein. Erst neulich hörte ich, wie sich zwei Damen mittleren Alters vor mir im Bus unterhielten. Die eine Frau hatte Probleme mit ihrem Bügeleisen, die andere klagte über den Verlust diverser Lockenwickler, die sich in ihrem gut geführten Haushalt scheinbar in Luft aufgelöst hatten. Beide konnten nächtelang nicht schlafen deswegen, aber sie waren sich einig, dass sie diese Probleme nicht beheben würden, indem sie ihre Familie oder weitere damit konfrontierten, sondern dass jeweils Ersatz käuflich erworben werden sollte. Damit will ich eigentlich nur sagen: Manche Menschen haben zu viel Geld und zu viel Zeit. Und andere müssen hungern, oder sammeln Briefmarken. Worin hier der Zusammenhang besteht, weiß ich noch nicht genau, ich habe ja schließlich auch nicht Germanistik studiert. Aber dass scheinbar zusammenhanglose Dinge unmittelbar miteinander verknüpft sind, wissen wir ja spätestens seit dem Englischunterricht in der Oberstufe. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Welt schlechter wird, ist der Martinstag. Ja, am nächsten Samstag sollte wieder dem heiligen St. Martin gehuldigt werden - aber die Einzigen, die das heutzutage noch tun, sind die frischen, unbeschmutzten Kindergartenkinder. Dabei war der Martin so ein guter Mann - er teilte seinen Mantel mit einem armen Mann, der in der Kälte darbte. Und es war ihm völlig egal, dass seine eigene Mantelhälfte nicht mal reichte, um seine knochigen Schultern zu wärmen, so dass er sich vermutlich wenige Tage später steifgefroren im Graben nicht mehr wiederfand. Schade eigentlich, und noch viel trauriger ist es deshalb, dass man diesem guten Menschen heute nur noch gedenkt, wenn man drei bis sechs Jahre alt ist, Kindergärtnerin oder Elternteil eines Kindes im besagten Alter ist. Außerdem weiß auch kaum noch jemand, warum man an diesem elften November gelegentlich eine Martinsgans verzehrt; ich weiß es auch nicht, und ich hatte meine auch schon heute; sie war sehr lecker, mit Kartoffelklößen und Grünkohl und Rosenkohl und Rotkohl. Und bin immernoch sehr, sehr satt.
Liebe Grüße,
eure Caro

Donnerstag, 2. November 2006

wintereinbruch


Die Grillsaison ist vorbei, alle sind traurig, und heute fiel der erste Schnee. Zwar nur ein kleines bisschen, aber es hat gereicht. Jetzt musste ich drinnen grillen; das hat dem Parkettboden bei Mama leider weniger gut getan, da ich für mein Leben gern mit der Glut spiele und bei diesem Hobby nicht darauf achte, was um mich geschieht. Erst, als die Wohnung unter Wasser und die Feuerwehr wieder abgezogen war, merkte ich, dass mein Rocksaum etwas angekohlt war. Naja, ich hab dann ein bisschen abgebissen und kann den Rock jetzt durchaus noch tragen. Weiß ja keiner - ups, außer euch. Macht nichts.
Es kursieren übrigens Gerüchte, dass ich mit diesem Blog nur Paul und ein bisschen Adrian nachmache. Aber das stimmt gar nicht. Oder nur ein bisschen. Oder nur fast. Eigentlich mach ich das, weil ich Zeit habe und ich mich für immerhin so wichtig halte, dass auch ich die Welt mit einer netten oder doofen Seite erfreuen sollte.
Wo wir gerade dabei sind: Ich will Kommentare. Wenn ihr hier schon eure Langeweile betäubt, dann könnt ihr auch gleich noch eine Minute mehr totschlagen und mir was schreiben. Bitte, bitte.
An dieses Stelle möchte ich Adrian, Herrn Hahn, Eva, Andi und Paul danken, die mich bei der Realisierung dieser Seite immer unterstützt haben und auch gleicht kommentiert haben. Ohne euch hätte ich das nie geschafft, vielen Dank! You're so amazing.
Liebe Grüße,
eure Caro

das erste mal

Ich bin ja so aufgeregt.
Meine erste mehr oder weniger eigene Seite.
Zwischen Millionen von Seiten, die die Welt nicht braucht. Und ich gehöre jetzt dazu.
Und ihr dürft euch freuen, oder auch nicht. Um euch schon jetzt mit Geschichten aus meinem Leben zu langweilen: Mein Opa sagt immer: Das muss jeder selbst wissen. Damit hat er Recht; also wisst es selbst.
Liebe Grüße,
eure Caro