Samstag, 28. Juni 2008

Ja, es gibt Neuigkeiten: Ich bin an der Uni Basel genommen worden und habe gestern die praktische Führerscheinprüfung bestanden (was mir allerdings doch 24 Tage nicht viel hilft).
Und heute war ein unglaublich unproduktiver Tag, an dem ich noch viel mehr Latein hätte lernen müssen, als ich geschafft und gewollt habe, weil ich mich kommenden Dienstag der schriftlichen Latinumsprüfung stellen muß. Außerdem war es heute den halben Tag kalt und grau draußen. Dafür hatte ich am Abend auf dem eigentlich langweiligen Feld hinter Apfelhausen ein wirklich hübsches Erlebnis. Nicht nur, daß die beiden Hasen (es sind wirklich keine Kaninchen) nur knappe 20 Meter vor mir über den Weg gehoppelt wären, nein.
Kennt ihr diese Luft, die sich auf der Haut zwar kühl anfühlt, aber ganz warm riecht und das absolute Gefühl von Sommer und Wohlsein (prost) vermittelt? An einem Getreidewind konnte ich mich schon die ganzen letzten Tage erfreuen; aber plötzlich wars noch viel besser und da ich glücklicherweise weder Physiker noch Meteorologe noch Bauer bin, musste ich nicht weiter über diesen unverhofften Eindruck von Urlaub nachdenken und konnte mich einfach so tief ins Gras setzen, daß die Bundesstraße und die Freileitungsmasten aus meinem Blickfeld verschwanden. Und so gut gings mir lange nicht mehr (immerhin seit ich hier wieder alleine hänge), wie als ich mit dem 2. Satz aus Dvořáks 9. Symphonie in den Ohren im Feld saß, den Sommer atmete und als einzige Gedanken solche an liebe Menschen dachte. Aber dann war der Satz zu Ende und die Mücken kamen und es wurde dunkel und kalt und das wars dann. Reicht wohl auch wieder mit der Glückseligkeit - wenns am Schönsten ist, soll man ja angeblich aufhören (dagegen).

Liebe Grüße,
eure Caro