Donnerstag, 4. Oktober 2007

Jagdglück


Jawollja, ich habe ein Zimmer abbekommen. Riesengroß (24 qm!), Bad-Mitbenutzung und Kochgelegenheit, im erstaunlich hellen, möblierten Kellerraum eines von der verwitweten Vermieterin allein bewohnten Einfamilienhauses, die noch ein Zimmer unter der Garage vermietet. Im Heidelberger Vorort Eppelheim, zwei Minuten zur Straßenbahnhaltestelle und von da gut zehn Minuten zur Uni. Juhu!
Und die Gewichtung meiner Studienfächer wurde im Studentensekretariat nochmals über den Haufen geworfen; ich erfreu mich jetzt an 75% Archäologie und 25% Ur-und Frühgeschichte. Soll mir recht sein; wichtiger ist, dass ich meinen Immatrikulationsbescheid und nun auch ein Dach (eigentlich ein ganzes Haus, wenn man doch im Keller schläft, oder?) über dem Kopf habe.
Heidelberg ist übrigens ein sehr hübsches Städtchen, soweit ich das schon beurteilen kann - ein Besuch lohnt sich, kommt doch alle zu mir! Die Vermieterin hat nichts gegen gelegentliche Übernachtungsbesuche (ein Pluspunkt, den mir ein kleineres, siffiges Zimmer in der Stadt nicht bot), und ich habe auch einen separaten Eingang ins Haus und kann euch so alle einschmuggeln. Das wird sicher lustig.
Der Neckar ist ein bemerkenswert dreckiger Fluss, und ich bin wieder einmal bemerkenswert müde.
Liebe Grüße,
eure Caro

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Lebenszeichen



Mh. Gut, ich sehe ein, dass es nach nunmehr fast fünf Monaten Zeit wird, diesen Blog zu aktualisieren. Und wenn es nur für mich und eine nicht vorhandene Leserschaft geschieht, seis drum. Besseres habe ich gerade sowieso nicht zu tun, denn ich warte. Auf den Oktober. Da fange ich in Heidelberg an zu studieren, und zwar Ur-und Frühgeschichte mit Interdisziplinärer Klassischer Archäologie. Ich werde nicht schon wieder ausshweifend erklären, wie ich zu diesen selstamen Fächern gekommen bin, denn allen, die sich dafür intressieren könnten, habe ich dies scon mehrfach dargelegt und sollte sich jemand hintergangen und uninformiert fühlen, kann er sich gern an mich wenden. Morgen werde ich jedenfalls in Heidleberg auf Zimmerjagd gehen, die Schrotflinte steht schon neben dem Waffenschrank. Heute war ich in der Moschee, denn es war nicht nur der große Tag der deutschen Einheit, sondern auch bundesweiter Tag der offenen Moschee. Ausnahmsweise durften auch Frauen in den sonst den Männern vorenthaltenen Gebetsraum (in dieser Stuttgarter Moschee müssen die Mädels einen Stock nach oben klettern), und die bunt gemischte Besucherschaft wurde von einem seltsamen Münchner Muslimen mit einem sehr oberflächlichen Vortrag zum Thema "Fasten im Monat Ramadan" mit anschließender polemischer Diskussionsrude beglückt. Nette Geste: im Anschluss gab es für alle Gäste des Islamsichen Zentrums Kaffee und Kuchen. Im Ramadan. Die armen Gastgeber.
Ja, so war das damals.
Gute Nacht und liebe Grüße,
eure Caro