Dass am vergangenen Donnerstag in weiten Teilen Deutschlands ein netter junger Mann namens Kyrill eine hohe Alarmbereitschaft auslöste, dürfte wohl allen bekannt sein. Wir hatten an jenem Tage sturmfrei. Oder, nachdem sich ein paar Kinder nicht wieder einkriegen konnten über den unglaublich lustigen Begriff, gab es eben "orkanfrei". Das bedeutete, dass nach dem Mittagessen alle ins Internat sollten/mussten und das Gebäude bis zum nächsten Morgen nicht verlassen sollten/durften. Zunächst rollten gigantische Heerscharen von Schülern zum Norma, um das Überleben auch für den Krisenfall und dreimonatiges Zwangsasyl im Internat zu sichern. Und Eva und ich hatten viel Spaß bei unseren Versuchen, Panik zu verbreiten, indem wir fürchterliche Geschichten über die Sicherheit in Haus elf verbreiteten - von Ziegeln, die im Hausinneren fallen könnten, bis hin zur unbedingt notwendigen Maßnahme, alle Kinder im Keller schlafen zu lassen. Weitere Höhepunkte des Nachmittags waren der "König der Löwen", der eher langweilige Film "Paris, Texas" und der Kuchen, den man sich im Dienstzimmer abholen konnte. Abends hatten wir viel Spaß mit unmenschlichen Massen selbstgemachter Pizza und der Verwüstung der WG Kaschl 2 - letzteres mussten wir unter den amüsierten Augen des Internatsleiters leider wieder rückgängig machen. Und das wars auch schon. Nett, aber nicht außergewöhnlich. Das war alles, was ich von Kyrill hatte - denn ich bin nicht wie viele meiner armen Mitmenschen auf die olle Bahn angewiesen, um nach Hause zu kommen. Ha, ha.Liebe Grüße,
eure Caro

