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Ja, es gibt Neuigkeiten: Ich bin an der Uni Basel genommen worden und habe gestern die praktische Führerscheinprüfung bestanden (was mir allerdings doch 24 Tage nicht viel hilft).Und heute war ein unglaublich unproduktiver Tag, an dem ich noch viel mehr Latein hätte lernen müssen, als ich geschafft und gewollt habe, weil ich mich kommenden Dienstag der schriftlichen Latinumsprüfung stellen muß. Außerdem war es heute den halben Tag kalt und grau draußen. Dafür hatte ich am Abend auf dem eigentlich langweiligen Feld hinter Apfelhausen ein wirklich hübsches Erlebnis. Nicht nur, daß die beiden Hasen (es sind wirklich keine Kaninchen) nur knappe 20 Meter vor mir über den Weg gehoppelt wären, nein.Kennt ihr diese Luft, die sich auf der Haut zwar kühl anfühlt, aber ganz warm riecht und das absolute Gefühl von Sommer und Wohlsein (prost) vermittelt? An einem Getreidewind konnte ich mich schon die ganzen letzten Tage erfreuen; aber plötzlich wars noch viel besser und da ich glücklicherweise weder Physiker noch Meteorologe noch Bauer bin, musste ich nicht weiter über diesen unverhofften Eindruck von Urlaub nachdenken und konnte mich einfach so tief ins Gras setzen, daß die Bundesstraße und die Freileitungsmasten aus meinem Blickfeld verschwanden. Und so gut gings mir lange nicht mehr (immerhin seit ich hier wieder alleine hänge), wie als ich mit dem 2. Satz aus Dvořáks 9. Symphonie in den Ohren im Feld saß, den Sommer atmete und als einzige Gedanken solche an liebe Menschen dachte. Aber dann war der Satz zu Ende und die Mücken kamen und es wurde dunkel und kalt und das wars dann. Reicht wohl auch wieder mit der Glückseligkeit - wenns am Schönsten ist, soll man ja angeblich aufhören (dagegen).Liebe Grüße,eure Caro
Ohhh, lö Parih - eine wunderschöne Stadt, die ich letztes Wochenende besichtigen durfte, und mit der richtigen Begleitung (die ich hatte), kann dies wirklich die Stadt der Liebe sein. Und hervorragenden Käse gibts da, viel zu viele hübsche Häuser, Ruhmeshallen, Kirchen, Märkte, Parks und Metrostationen. Ich liebe die U-Bahn an sich, auch, wenn sie stinkt - das ist der Duft der Großstadt! Was wären Moskau, Paris, St. Petersburg, London, Berlin (oh, ich bin ja so ein Weltenbummler) ohne diese faszinierende Welt unter Tage? Aber eigentlich sind wir in Paris ja mehr gelaufen als Metro gefahren, weil die Innenstadt dafür klein genug ist und man viel mehr von allem sieht. Seltsam. Auch, wenn Paris zweifelsohne noch teurer und finanziell studentenunfreundlicher ist als die Schweiz, werde ich garantiert wieder hinfahren. Weil es dort so schön war und ich schon lange keine so erstklassige Erkältung mehr hatte wie diejenige, die ich mir als Souvenir mitnehmen durfte und die länger überlebt als der Camembert und das vorzügliche Mousse au Chocolat in meinem Kühlschrank.
Leider kommt mir dieses herrliche Wochenende in der Fremde schon wieder sehr, seeeehr weit weg und lange her vor; was eine einzige Woche im Keller doch alles zunichte machen kann... Und die letzten beiden Tage habe ich auch fast ausschließlich dort verbracht und Latein für eine olle Klausur morgen (am Samstag!) gepaukt. Daher auch der blöde Titel.
Aber wenn die Klausur geschafft oder auch nicht geschafft, jedenfalls hinter mir ist, sprinte ich zum Bahnhof und fahre in die heimische schwäbische Provinz, um live und open air mit so nahmhaften Supportbands woe Die Türen (???) auf die Ärzte zu warten. Und dann hab ichs endlich geschafft, und die Strapazen der letzten Kellerwoche können - egal, die sind dann einfach weg. Hurra!
Liebe Grüße,
eure Caro