Montag, 5. März 2007

Frühling im Schlosspark

Gestern war Sonntag. Sonntag dürfen wir immer ausschlafen. Aber gestern nicht. Sonntag war aber trotzdem. Um 8.47 Uhr quälte ich mich aus meinem Bett und erschrak im Bad erst einmal ordentlich, als ich in meinem Gesicht die Spuren des vergangenen Abends und der Nacht mit der Mondfinsternis in Form von tiefen Augenringen erblicken musste. Trotzdem widerstand ich dem unbeschreiblich großen Drang, in mein wunderbares Bett zurückzukehren, und weckte Eva. Die eigentlich schon wach war. 28 Minuten später trafen wir unsere beiden Lieblingstrottel Paul und Adrian vor dem Internat und machten uns auf den weiten und beschwerlichen Weg zum Bahnhof. Denn mit dem Besuch der Bildungsmesse "Horizon" im Stuttgarter Haus der Wirtschaft hatten wir uns für diesen schönen Sonntag viel vorgenommen. Nach einer lauten, stinkigen Zugfahrt, bei der wir uns gegenseitig regelmäßig unsere große Müdigkeit versicherten, kamen wir am hübschen Stuttgarter Hauptbahnhof an und traten unsere geheime Mission an, den wahren Grund, weshalb wir unseren gesunden Sonntagsschlaf der Großstadt widmeten: Die Suche nach einem Ort der Ruhe und des Friedens, der Sonne und vor allem des Frühstücks. Wir irrten eine wahrlich erstaunliche Weile durch die Königsstrasse und einige Seitensstraßen, bis wir im Café Treppe an der großen Treppe landeten. Dort hatten wir viel Spaß mit zweimal Frühstück Paris und zweimal Rom; anschließend gönnten wir uns einen Antipasti-Käseteller und eher zufällig eine Flasche Mineralwasser für 5,90€. Ganz kurz besuchten wir anschließend die Bildungsmesse, die zwar nicht spannend, aber für den recht kurzen Aufenthalt ertragreich war (fünf Kugelschreiber, ein Druckbleistift, ein Merci, Kaugummi und haufenweise Altpapier nur für mich...). Und dann zog es uns in den Schlosspark, zu Enten und Schwänen und Hunden und Wiese und Sonne und dem sehr grünen Tümpel. Beim Genuss des Aufgezählten erhielten wir ordentlich Dreck auf den Mänteln gratis und hatten viel Spaß, doch auch unser Ausflug ins echte Leben hatte bald ein Ende. Auf des Rückfahrt nach Gmünd entdeckten wir noch die Faszination des Zugfensters in geöffnetem Zustand sowie die Angst, sich den Kopf von einem vorbeirasenden Mast abschlagen zu lassen.
Ui, das ist jetzt aber sehr lang und eher langweilig geworden, aber das liest ja niemand außer höchstens den Dreien, die sowieso dabei waren, und die werdens mir verzeihen, oder eben auch nicht. Jedenfalls war ich heute sauer, weil viel schlechteres Wetter war als gestern.
Liebe gelangweilte Grüße,

eure Caro

3 Kommentare:

Adymady hat gesagt…

Schöne Grüße an die Welt von einem der Lieblingstrottel.

Der Vormittag in Stuttgart war klasse.
Du hast vergeßen, das Wettrennen deiner beiden Lieblingstrottel zu erwähnen. Das übrigens ich haushoch 27:6 gewonnen habe. Ok... so hoch vllt dann doch nciht, aber gewonnen hab ich trotzdem. Und war dann ziemlich außer Atem. Aber das ist ja egal.

Grüße, Adrian

Anonym hat gesagt…

Okay, Caro, Adrian und ich haben uns beide wieder aufgerafft, wird Zeit, dass es mit deinem Blog auch wieder vorangeht!

und adrian: beim wettrennen habe ich nur taktiert, weil ich wusste, dass der preis nicht ausgezahlt wird, und ich dich dann aber danach ob meiner geringeren erschöpfung ausbooten konnte. ha! dumm gelaufen für --> dich!

eva hat gesagt…

blablabla.

ihr habt alles schon gesagt und ich war mal wieder zu lahm um rechtzeitig zu merken, dass caro einen "neuen" eintrag hatte.

aber wie gesagt, wenn man sonst keine freunde hat.. :P